Annette
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Hallo Eva und Gerd! Danke für die nette Rückmeldung, darüber freut man sich ja auch. Noch ein paar Tipps für Literaturzeitschriften für alle, die sich dafür interessieren: 1. Schickt den Text so früh wie möglich. Es gibt Redaktionen, die tatsächlich erst nach dem Einsendeschluss mit der Arbeit anfangen. Es gibt aber auch welche, die lange vorher schon die eingegangenen Texte angucken. Mir ist es schon passiert, dass ich am Tag des Einsendeschlusses etwas hinmailte und sofort die Antwort bekam, das Heft sei schon fertig. 2. Schickt mehrere Texte, wenn Ihr mehrere passende habt. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Redakteur gerade den einen, den Ihr schickt, gut findet, ist vielleicht nicht so hoch, als wenn er mehrere zur Auswahl hat. Bei Nicht-Themenheften ist das sowieso besser. 3. Lest Euch genau die Ausschreibung durch. Wenn beim Dreischneuss steht: "Gedichte und Geschichten, bevorzugt unveröffentlichte, mit der Versicherung, daß die Urheber- und Verwertungsrechte beim Verfasser liegen, sind bis zum 15. 3. 2007 erwünscht", dann ist das wörtlich zu nehmen. Die Redakteurin legt auf die Versicherung großen Wert. Warum, weiß ich nicht, vielleicht, weil sie Juristin ist. Vielleicht, weil sie ihr Heft als Kunstwerk betrachtet, das auf "Feinpapier" erstellt wird und das sie auf der Minipressenmesse vorstellt und da möchte sie vielleicht nicht den zehnten Nachdruck eines Textes präsentieren. Wenn Ihr noch nie eine Antwort vom Dreischneuss bekommen habt, kann es einfach sein, dass Ihr die versicherung vergessen hattet. (Das ist mir selber passiert, jaja) Bei anderen Heften wird das nicht so heiß gegessen mit der Forderung "unveröffentlicht". Im Zweifel kann man fünf Texte anbieten und bei einem davon erwähnen, dass er schon mal veröffentlicht war. Oft nimmt die Zeitschriften trotzdem eine Geschichte, wenn es die beste ist und manchen ist es dann doch egal, dass er schon mal irgendwo drin war. 4. Es ist noch kein Text von Euch in einer Zeitschrift abgedruckt worden? Wirklich nicht? Das muss man kontrollieren. Manche Zeitschriften teilen einem das nämlich gar nicht mit. Es ist Bekannten von mir schon passiert, dass sie beim Googeln nach dem eigenen Namen einen Text entdeckt haben, den sie vor 2 Jahren(!) mal angeboten hatten. Das passiert wirklich öfters, auch wenn es nicht immer 2 Jahre dauert. Am besten ist es immer noch, man hat eine Absage bekommen. Darauf kann man sich halbwegs verlassen. Sonst ist es doch manchmal unangenehm, wenn man einen Text als unveröffentlicht anbietet, die Redaktion nimmt ihn, und dabei war er gerade vor vier Wochen in einer anderen Zeitschrift. Wobei man darauf dann wirklich manchmal keinen Einfluss mehr hat. Vielleicht ist es gut, den Text regelrecht zurückzuziehen, dann bekommt vielleicht eine Antwort, dass doch noch INteresse daran besteht. 5. Mir scheint es, es ist einfacher, mit einem sehr kurzen Text in ein Heft zu kommen (1-2 Seiten) als mit 6 Seiten oder mehr. Wenn es einem also nur darum geht, ein paar Veröffentlichungen aufzählen zu können, dann hat man mit kurzen Texten eher Chancen (meine Erfahrung) 6. Themenauslegung. Oft hat man einen Text in der Schublade, der auf ein Thema passen könnte, man sieht es aber nicht, weil man Scheuklappen aufhat. Vielleicht einen anderen Autor fragen, der die texte kennt: Hab ich was zum Thema XY? Manchmal staunt man dann, was dabei für eine Antwort herauskommt. Außerdem: Mit ungewöhnlichen Themen klappt es manchmal oder mit einer ungewöhnlichen Themenauslegung. Ich habe schon von einer Redaktion gehört, die einfach keine Beziehungsgeschichten mehr sehen mochten.. Viele Grüße Annette
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