Fairlag - Aktionsbündnis für faire Verlage Montségur Autorenforum
                       
Willkommen, Gast. Bitte Einloggen. - 09.09.10 um 07:30

Seiten: 1 2 3 ... 8
Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen? (Gelesen: 35882 mal)
Ed
Platin Mitglied
*****



Beiträge: 559
Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
13.07.05 um 00:43
 
Liebe alle!
 
Nachdem ich eben sämtliche Threads zum Thema "Literaturagenten" durchstöbert habe s13, drängt sich mir diese Frage auf.
 
Andreas schildert sehr anschaulich Vorteile und Nachteile der Literaturagenten. Viele andere von Euch haben gute und schlechte Erfahrungen gemacht, wobei man das Gefühl nicht los wird, dass die schlechten Erfahrungen überwiegen. unentschlossen
 
Macht es für einen Unveröffentlichten also Sinn, sich auf die Suche nach einem Agenten zu machen? Oder ist es sinnvoller, weiter auf eigene Faust Verlage anzuschreiben?  
 
Ich habe nämlich einfach die Befürchtung, dass ich als Unwissender an ein vielzitiertes schwarzes Schaf komme, und so wertvolle Zeit und Arbeit vergeude. ???
 
Und zum Schluss noch die Frage, die vielleicht eine wertvolle Entscheidungshilfe darstellt: wer von Euch hat es ganz ohne Agentur geschafft, und wer nur durch eine solche?
 
Ich denke, dass die Antworten auf diese Frage für jeden Neueinsteiger mehr als nur interessant wären! s21
 
Herzlichen Dank schon mal für Eure in diesem Fall notwendige Offenheit, wer immer hier auch antwortet. Smiley
 
Ciao allerseits,
 
Ed

"Es gibt immer einen Weg" - Mr. Spock

Ich habe noch keine Website, aber eine Veröffentlichung:
ERIC, DER SPÄTZÜNDER
heiterer Roman
Homepage IP gespeichert
Sysai
Diamant Mitglied
******



Beiträge: 1143
Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #1 - 13.07.05 um 07:51
 
Hallo, Ed,
 
ein Literaturagent macht dann Sinn, wenn man die Publikumsverlage anpeilt. Mit Nischen-Themen, die in Kleinverlagen  besser aufgehoben wären, geben sie sich nicht ab.
 
Seriöse Literaturagenten verlangen kein Geld für Lektorierung u.ä. Also sofort Finger davon, wenn Geld verlangt wird. Ich habe nur von einem erfolgreichen Agenten gehört, dass er zu Anfang einen Portozuschuß verlangt, der mit den Honoraren verrechnet wird.  
 
Von einem Literaturagenten wird man bei einer Ablehnung eher erfahren können, warum er das Buch nicht vermitteln wollte, als wenn man sein Manuskript vom Verlag zurück bekommt.
 
Gheron und ich haben unsere Manuskripte mit Hilfe einer Agentin untergebracht und unseren Erfolg zu einem großen Teil ihrem geschickten Vorgehen zu verdanken.  
 
Gruß  
Sysai
Homepage IP gespeichert
Petra




Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #2 - 13.07.05 um 08:14
 
Hallo Ed,
ich möchte mich dem anschließen, was sysai schreibt, es klappt nur, wenn man tauglich für Großverlage ist.
Die faulen Eier erkennst du meist am Honorarverhalten und durch Herumhören. Die ganz seriösen sind auch namentlich bekannt. Wach musst du immer bleiben, auch wenn es um Verlage geht - da gibt es ja bekanntlich auch faule Eier Zwinkernd
Zitat von Ed   am 13.07.05 um 00:43:
Und zum Schluss noch die Frage, die vielleicht eine wertvolle Entscheidungshilfe darstellt: wer von Euch hat es ganz ohne Agentur geschafft, und wer nur durch eine solche?

Ich habe meine beiden ersten Bücher ohne Agent gemacht. Allerdings hätte ich das, was ich jetzt erreicht habe, so nicht ohne Agenten erreicht. Und ein ganz wichtiger Punkt, warum ich mir überhaupt einen gesucht habe: Ich hab die Zeit und Energie für all die Verkaufs- und Verhandlungsarbeiten gar nicht.
 
Wichtig ist außerdem: Agenten suchen keine Eintagsfliegen. Sie wollen Persönlichkeiten, keine Einzelprojekte... also Autoren, die regelmäßig und professionell arbeiten wollen. Wer nur mal ab und zu ein Buch nach Gusto schreibt und dafür Jahre braucht, kommt alleine besser zurecht.
 
Natürlich findet man als bereits veröffentlichter Autor leichter einen Agenten. Aber das schließt nicht aus, dass auch ein Newbie einen Knaller liefern kann!
 
Viel wichtiger zur Entscheidung finde ich die Frage: Wozu sucht man einen Agenten? Was erwartet man von ihm? Was soll er machen, was man nicht selbst kann?
Viele Anfänger verwechseln z.B. den Agenten mit einem seelsorgerischen Betreuer, der täglich für sie erreichbar sein sollte. Zwinkernd Oder Leute vergessen, dass sie selbst Spaß am Verkaufen haben und das auch gut können...
 
Übrigens: Mit Agent muss man sich genauso hocharbeiten im Verlagsleben wie ohne. Und hat vor jedem Vertrag das neue Risiko - eine Verkaufsgarantie gibt es nicht. Wohl aber einen, der einem knallhart sagen kann, was gar nicht läuft.
 
Schöne Grüße,
Petra
IP gespeichert
Ed
Platin Mitglied
*****



Beiträge: 559
Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #3 - 13.07.05 um 21:46
 
Liebe Sysai, liebe Petra!
 
Herzlichen Dank für Eure Antworten.
 
Heute um 07:51 Uhr, schrieb Sysai:
Zitat:
ein Literaturagent macht dann Sinn, wenn man die Publikumsverlage anpeilt. Mit Nischen-Themen, die in Kleinverlagen besser aufgehoben wären, geben sie sich nicht ab.
 
Das ist genau meins. Ich peile mit meinen Kinderbüchern jene Generation an, die HARRY POTTER in sich reinsaugt. Dort vermute ich die meisten Kids, die fürs Lesen offen sind, und die ich auch anzusprechen vermag.    
 
Zitat:
Von einem Literaturagenten wird man bei einer Ablehnung eher erfahren können, warum er das Buch nicht vermitteln wollte, als wenn man sein Manuskript vom Verlag zurück bekommt.
 
Mein Problem ist, dass ich eine Absage nicht einschätzen kann. ??? Passte mein MS wirklich nicht ins Programm, ist es einfach nicht gut genug, habe ich zwar ein Produkt für die Programmschiene, bin aber damit zu spät, weil der Verlag schon wieder ein anderes Programm fährt?  
 
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Agent aufgrund seiner Erfahrungen genau weiß, welche Verlage er mit meinem MS ansprechen kann, und welche nicht.Zwinkernd  
 
Heute um 08:14 Uhr, schrieb Petra:
Zitat:
Ich habe meine beiden ersten Bücher ohne Agent gemacht. Allerdings hätte ich das, was ich jetzt erreicht habe, so nicht ohne Agenten erreicht. Und ein ganz wichtiger Punkt, warum ich mir überhaupt einen gesucht habe: Ich hab die Zeit und Energie für all die Verkaufs- und Verhandlungsarbeiten gar nicht.
 
Da bin ich bei Dir. Ich vertrödle schon dermaßen viel  Zeit mit der Suche nach einem Verlag, der sich eventuell meiner Werke annehmen könnte, dass ich viel zu wenig zum Schreiben komme. weinend Ein Agent, der mir diese Arbeit abnimmt, und wahrscheinlich viel eher Erfolg damit hat, wäre schon was Tolles.  
 
Wenn ich mir aber z.B. Roy's thread zu Gemüte führe, vergehen mir meine Ambitionen zur Agentensuche gleich wieder. Wahrscheinlich ist die Suche ohnehin ebenso mühsam wie jene nach einem Verlag. Mit dem Unterschied, dass ein guter Agent sich dann auch um meine weiteren MS kümmerte, und mich von dieser Seite entlastet.  
 
Ein Dienst, der durchaus seine 15-20% Provision wert wäre. Wenn er gut gemacht wird. Und da sind wir wieder am Beginn des Kreises: wie findet man einen Agenten, der kein schwarzes Schaf ist, und sich eines Neulings annimmt?  ???
 
Hm.  
 
Da ich ein elendig schlechter Glücksspieler bin (Freunde vergleichen mich gerne mit Donald Duck), ist wohl der dornige Weg der Verlagssuche OHNE einen Agenten jener, den ich gehen muss.
 
Zitat:
Wichtig ist außerdem: Agenten suchen keine Eintagsfliegen. Sie wollen Persönlichkeiten, keine Einzelprojekte... also Autoren, die regelmäßig und professionell arbeiten wollen. Wer nur mal ab und zu ein Buch nach Gusto schreibt und dafür Jahre braucht, kommt alleine besser zurecht.

Mein Fernziel ist, eines Tages vom Schreiben leben zu können. Ein sehr ehrgeiziges Ziel, ich weiß, aber eines, das sich zu verfolgen lohnt.  Smiley
 
Zitat:
Übrigens: Mit Agent muss man sich genauso hocharbeiten im Verlagsleben wie ohne. Und hat vor jedem Vertrag das neue Risiko - eine Verkaufsgarantie gibt es nicht. Wohl aber einen, der einem knallhart sagen kann, was gar nicht läuft.

Das ist mir klar. Ein Grund, warum ich das Forum hier so schätze. Hier bekomme ich unverblümte Reaktionen auf meine Texte, was mir sehr hilft, sie besser zu machen. s4
 
Meine Damen, ich danke Euch vielmals für Euer Feedback.
 
Was habe ich daraus gelernt?
 
Ich werde weiterhin Verlage anschreiben, und nebenbei meine Augen und Ohren offenhalten, ob sich nicht eine Gelegenheit bietet, einen Agenten zu finden. Sprich: jemand, den ich kenne, kennt jemanden, der wieder jemanden kennt, und der kennt einen, der von einem Agenten weiß, der kein schwarzes Schaf ist, und gerne einem Newbie Starthilfe gibt.
 
Oder sollte ich doch wieder Lotto spielen?
 
Ciao,
          Ed
 
 
     

"Es gibt immer einen Weg" - Mr. Spock

Ich habe noch keine Website, aber eine Veröffentlichung:
ERIC, DER SPÄTZÜNDER
heiterer Roman
Homepage IP gespeichert
Jan




Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #4 - 13.07.05 um 22:08
 
Lieber Ed,
 
Zitat:
wie findet man einen Agenten, der kein schwarzes Schaf ist, und sich eines Neulings annimmt
ob Neuling oder Altling Grinsend, für einen Agenten ist wichtig, ob Dein Manuskript was taugt, ob Deine "Schreibe" überzeugend ist, ob es Marktchancen hat usw...
 
Zitat:
...nebenbei meine Augen und Ohren offenhalten, ob sich nicht eine Gelegenheit bietet...Sprich: jemand, den ich kenne, kennt jemanden, der wieder jemanden kennt, und der kennt einen, der von einem Agenten weiß, der kein schwarzes Schaf ist
Davon gibt's hier genug Lächelnd.
 
Falls Du Dich bereits nach Agenturen umgeschaut hast, frag einfach im thread Verlagssuche - das haben ja schon einige Leute gemacht und immer hilfreiche Auskunft erhalten... manchmal halt eben privat s21
 
Gruß
Jan
IP gespeichert
Ed
Platin Mitglied
*****



Beiträge: 559
Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #5 - 13.07.05 um 22:27
 
Lieber Jan!
 
Heute um 22:08 Uhr, schrieb Jan:
Zitat:
Falls Du Dich bereits nach Agenturen umgeschaut hast, frag einfach im thread Verlagssuche - das haben ja schon einige Leute gemacht und immer hilfreiche Auskunft erhalten... manchmal halt eben privat
 
Dankeschön für den Tipp. Ich habe noch nicht wirklich nach einem Agenten gesucht, werde aber bei meiner nächsten Schreibblockade mal in die Agentenliste bei Uschtrin reinschnuppern, und wenn ich einen finde, der Kinderbücher von Neulingen vertritt, mal hier im Forum nachfragen, was denn jenerwelcher für einer ist. Dann ist meinereiner sicher geholfen. (Oh je, wieso spreche ich plötzlich Daffy Duck? s9)
 
Watschelnde Grüße,
 
Ed

"Es gibt immer einen Weg" - Mr. Spock

Ich habe noch keine Website, aber eine Veröffentlichung:
ERIC, DER SPÄTZÜNDER
heiterer Roman
Homepage IP gespeichert
Andreas
Forums-Titan
*******



Beiträge: 3047
Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #6 - 13.07.05 um 22:30
 
Zitat von Ed   am 13.07.05 um 21:46:

Mein Problem ist, dass ich eine Absage nicht einschätzen kann. ??? Passte mein MS wirklich nicht ins Programm, ist es einfach nicht gut genug, habe ich zwar ein Produkt für die Programmschiene, bin aber damit zu spät, weil der Verlag schon wieder ein anderes Programm fährt?
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Agent aufgrund seiner Erfahrungen genau weiß, welche Verlage er mit meinem MS ansprechen kann, und welche nicht.Zwinkernd

Das ist ein zentraler Punkt!
Und die Vorlaufzeiten der Verlage sind lang. Dort frühzeitig "in die Schlange" zu kommen, ist mit Agent einfacher.
 
Zitat:
Ein Dienst, der durchaus seine 15-20% Provision wert wäre. Wenn er gut gemacht wird. Und da sind wir wieder am Beginn des Kreises: wie findet man einen Agenten, der kein schwarzes Schaf ist, und sich eines Neulings annimmt?  ???

Unter anderem dafür gibt's dies Forum Smiley
 
Andreas
Homepage IP gespeichert
Petra




Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #7 - 13.07.05 um 22:35
 
Hallo Ed,
statistisch gesehen ist es natürlich schwerer, einen Agenten zu finden, weil es mehr Verlage gibt als Agenturen. Aber es ist nicht unmöglich, wenn man gut ist.
Von Roys Thread solltest du dich nicht entmutigen lassen... das ist wirklich ein Spezialfall!  unentschlossen
In Uschtrins Liste (die im Buch ist besser als die online) haben die Agenturen auch Fragen beantwortet, so dass du dir ein recht gutes Bild machen kannst, wer da wie arbeitet.
 
Schöne Grüße,
Petra
IP gespeichert
Roman




Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #8 - 13.07.05 um 22:43
 
Hallo Ed,
 
ich hab auch schonmal (vor 2 Jahren oder so) nach Agenten "recherchiert" ... einfach "Literaturagentur", "Literaturagent", "Literaturagenten" googlen und schon fließen die Informationen ... die von Petra erwähnte Uschtrin-Liste ist einer der Links, die dann gleich oben erscheinen ... nach ein paar Stunden hast du ganz viel beisammen, auch viele unabhängige Kommentare Außenstehender, die bei der Beurteilung der Seriosität sehr helfen. Aber paar Stunden brauchste schon erstmal.
 
Ich habe mir so eine Liste zusammengestellt und meinen Cousin beauftragt, die irgendwann mal für mich durchzutelefonieren (ich denke das ist besser als auf dem "ungewollte Einsendungen Stapel" zu landen) ... wenn meine noch herumschwirrenden (Halb)-Ambitionen alle im Sande verlaufen sind.
 
Gruß,
 
Roman
IP gespeichert
Ed
Platin Mitglied
*****



Beiträge: 559
Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #9 - 13.07.05 um 23:20
 
Hallö allerseits!
 
Heute um 22:30 Uhr, schrieb Andreas:
Zitat:
Und die Vorlaufzeiten der Verlage sind lang. Dort frühzeitig "in die Schlange" zu kommen, ist mit Agent einfacher.
     
Gutes Argument!
 
Zitat:
Unter anderem dafür gibt's dies Forum
 
Wofür ich Dir unendlich dankbar bin!  s12
 
Heute um 22:35 Uhr, schrieb Petra:
Zitat:
Von Roys Thread solltest du dich nicht entmutigen lassen... das ist wirklich ein Spezialfall!
In Uschtrins Liste (die im Buch ist besser als die online) haben die Agenturen auch Fragen beantwortet, so dass du dir ein recht gutes Bild machen kannst, wer da wie arbeitet.

Ich werde wohl wirklich meine nächste Schreibblockade nützen, einen Versuch zu wagen. Vielleicht stolpere ich ja über etwas Brauchbares. In dem Fall folgt die Frage nach Erfahrungswerten im Verlagssuche-Thema. Smiley
 
Heute um 22:43 Uhr, schrieb Roman:
Zitat:
Ich habe mir so eine Liste zusammengestellt und meinen Cousin beauftragt, die irgendwann mal für mich durchzutelefonieren (ich denke das ist besser als auf dem "ungewollte Einsendungen Stapel" zu landen) ... wenn meine noch herumschwirrenden (Halb)-Ambitionen alle im Sande verlaufen sind.

Geniale Idee! Und ich denke, ich habe auch schon ein Opfer, das ich im Gegenwert für ein selbstgekochtes Dreigängemenü mit dem Telefonieren beauftragen werde! s1
 
Liebe Leute, vielen Dank an Euch! Ihr habt mir in einer Phase der Unentschlossenheit sehr weitergeholfen!
 
Wünsch Euch was,
                               Ed
 
 
 

"Es gibt immer einen Weg" - Mr. Spock

Ich habe noch keine Website, aber eine Veröffentlichung:
ERIC, DER SPÄTZÜNDER
heiterer Roman
Homepage IP gespeichert
Hendrik
Silber Mitglied
***



Beiträge: 100
Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #10 - 30.10.05 um 23:41
 
und Ed, hat sich schon was ergeben ?  s9
 
*schon ganz gespannt ist

In der heutigen Gesellschaft gibt es keine Freiheit, nur Freiheiten.

by Temonis Mai.2003
Homepage 68517412 IP gespeichert
Ed
Platin Mitglied
*****



Beiträge: 559
Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #11 - 01.11.05 um 17:54
 
Hi Temonis,
 
nö, noch nix Konkretes. Dank der Textkritik bin ich dabei, meine eigentlich fertigen Manuskripte von A bis Z zu überarbeiten. Und das dauert......  unentschlossen
 
Aber es macht Sinn, denn bislang fehlte mir die Geduld, ich habe zu oberflächlich überarbeitet. Mit meinen im Forum gewonnenen Erkenntnissen geht es besser. Zwar extrem mühsam und langsam, aber das Resultat gibt mir Hoffnung, so meine Chancen zu verbessern.
 
Dann beginnt die Agentensuche so richtig. Momentan bin ich dabei, ein wenig zu sondieren, wenn ich Zeit dazu habe. Aber gerade die ist es, was mir momentan fehlt.  
 
Sobald ich Erfahrungen jedweder Art mit 007's mache, kannst Du es jedenfalls im Forum nachlesen.  Grinsend
 
Ansonsten: dranbleiben, weiterarbeiten, die Winterdepression überwinden, und das neue Jahr mit einem fertigen MS beginnen.  Zwinkernd
 
Ciao,
Ed

"Es gibt immer einen Weg" - Mr. Spock

Ich habe noch keine Website, aber eine Veröffentlichung:
ERIC, DER SPÄTZÜNDER
heiterer Roman
Homepage IP gespeichert
Ellen
Platin Mitglied
*****



Beiträge: 757
Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #12 - 01.11.05 um 18:24
 
Hallo Ed,
 
ich lese gerade erst diesen Thread. Du hattest gefragt, wer von den Autoren hier es ganz ohne Agent geschafft hat. Bei mir war das der Fall. Ich hab in vier Jahren einen Gesundheitsratgeber, zwei Geschenkbücher und einen Roman bei großen bekannten Verlagen untergebracht. Ist aber nicht zur Nachahmung empfohlen, klappt nach Aussagen meiner diversen Lektoren nämlich nur in 0,1 % aller Fälle.  Zwinkernd Wenn ich beim Lottospielen so viel Glück hätte, bräuchte ich keine Bücher schreiben Grinsend
 
Ich wünsch Dir viel Glück mit Deinem Manuskript, ob mit oder ohne Agent.
 
Viele Grüße
Ellen
E-Mail IP gespeichert
Rabe




Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #13 - 01.11.05 um 18:53
 
Hallo Ed,
auch ich lese den Thread erst jetzt.
Geschafft - wäre etwas zu viel gesagt, aber ich habe ohne Agent veröffentlicht und Geld dafür erhalten, was aber nur ein Zubrot ist. Leben könnte ich damit nicht.
Die Prozentzahlen, die genannt werden, bezweifele ich ein bißchen. Es gibt viele, die ein Interesse daran haben, dass der Eindruck entsteht, man bräuchte einen Agenten.
Einmal die Agenten selbst und dann auch die Lektorate, denn - zumindest bei den renommierten Agenturen - wird auf diese Weise der erste Schrott aussortiert, weil der von den Agenten nicht angeboten wird. Aber auch die Agenten müssen Geld verdienen und werden daher zB im Kinderbuchbereich kaum arbeiten, weil die Honorare zu gering sind. Auch kann einem hoch literarisches Buch vielleicht in einem engagierten Verlag veröffentlicht werden, ist aber für den Agenten uninteressant, weil Verkaufszahlen und Honorar die Suche nicht adäquat vergüten.
Im Moment versuche ich  einen Text, der von einer sehr großen Agentur abgelehnt wurde unterzubringen und habe bisher ermutigende Antworten - allerdings von kleineren Verlagen erhalten. Das sind Verlage, die der Agent wahrscheinlich nicht kontaktiert hätte. Von den großen stehen die Antworten meistens noch aus, denn da liegt der Text irgendwo im Stapel...
So, das war ziemlich viel Text und ich weiß nicht, ob er wirklich weiterhilft.
Schönen Abend wünscht der Rabe
IP gespeichert
Ed
Platin Mitglied
*****



Beiträge: 559
Re: Soll sich ein Anfänger einen Literaturagenten suchen?
Antworten #14 - 01.11.05 um 21:24
 
Hallo Ellen, hallo Rabe!
 
@ Ellen:
Herzlichen Glückwunsch im Nachhinein, stolze Leistung! Und danke für die Aufmunterung!
 
@ Rabe:
Du schriebst:
Zitat:
Es gibt viele, die ein Interesse daran haben, dass der Eindruck entsteht, man bräuchte einen Agenten.
Einmal die Agenten selbst und dann auch die Lektorate, denn - zumindest bei den renommierten Agenturen - wird auf diese Weise der erste Schrott aussortiert, weil der von den Agenten nicht angeboten wird.

Das ist einer der Gründe, warum ich mich von den Kollegen hier habe überzeugen lassen, dass es Sinn macht, sich einen Agenten zu suchen. Wenn ich bei einem Agenten mit Standardtext abgelehnt werde, kann ich mir die Mühe mit dem Verlag schon sparen. Natürlich nur sofern es sich um einen renommierten Agenten handelt. Mit viel Glück erhalte ich sogar ein bisschen Feedback, woran es haken könnte. Bei großen Verlagen hingegen hat man das Gefühl, dass die Sekräterin noch VOR dem eigentlichen Lektorat ein wenig aussortiert.  unentschlossen
 
Zitat:
Aber auch die Agenten müssen Geld verdienen und werden daher zB im Kinderbuchbereich kaum arbeiten, weil die Honorare zu gering sind.

Hab ich so noch nicht gehört. Aber da meine Geschichten für die ganze Familie gedacht sind, hoffe ich doch, irgendwo unterzukommen. Vor allem, da sie nicht gerade alltäglich sind. Und angeblich werden solche Storys ja gesucht. Mal sehen.
 
Danke Euch beiden für den Kommentar. Man sieht, auch ein aufgewärmter Thread kann durchaus schmackhaft sein! Grinsend
 
Mille Grazie,
Ed
 
 
 
 

"Es gibt immer einen Weg" - Mr. Spock

Ich habe noch keine Website, aber eine Veröffentlichung:
ERIC, DER SPÄTZÜNDER
heiterer Roman
Homepage IP gespeichert
Seiten: 1 2 3 ... 8
Hallo lieber Forumsgast,

das Montségur Autorenforum wird seit Jahren rein ehrenamtlich betrieben und ist eine unentgeltliche Einrichtung.

Damit das bei steigendem Aufwand und steigenden Kosten trotzdem so bleiben kann, wäre es schön, wenn du das Forum ab und zu unterstützt.

Schon ein Euro im Monat hilft weiter!



Nein, ich möchte diesen Monat nicht spenden.

Gute Idee, ich spende mit PayPal: