Liebe Sysai, liebe Petra!
Herzlichen Dank für Eure Antworten.
Heute um 07:51 Uhr, schrieb Sysai:
Zitat: ein Literaturagent macht dann Sinn, wenn man die Publikumsverlage anpeilt. Mit Nischen-Themen, die in Kleinverlagen besser aufgehoben wären, geben sie sich nicht ab.
Das ist genau meins. Ich peile mit meinen Kinderbüchern jene Generation an, die HARRY POTTER in sich reinsaugt. Dort vermute ich die meisten Kids, die fürs Lesen offen sind, und die ich auch anzusprechen vermag.
Zitat: Von einem Literaturagenten wird man bei einer Ablehnung eher erfahren können, warum er das Buch nicht vermitteln wollte, als wenn man sein Manuskript vom Verlag zurück bekommt.
Mein Problem ist, dass ich eine Absage nicht einschätzen kann. ??? Passte mein MS wirklich nicht ins Programm, ist es einfach nicht gut genug, habe ich zwar ein Produkt für die Programmschiene, bin aber damit zu spät, weil der Verlag schon wieder ein anderes Programm fährt?
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Agent aufgrund seiner Erfahrungen genau weiß, welche Verlage er mit meinem MS ansprechen kann, und welche nicht.
Heute um 08:14 Uhr, schrieb Petra:
Zitat: Ich habe meine beiden ersten Bücher ohne Agent gemacht. Allerdings hätte ich das, was ich jetzt erreicht habe, so nicht ohne Agenten erreicht. Und ein ganz wichtiger Punkt, warum ich mir überhaupt einen gesucht habe: Ich hab die Zeit und Energie für all die Verkaufs- und Verhandlungsarbeiten gar nicht.
Da bin ich bei Dir. Ich vertrödle schon dermaßen viel Zeit mit der Suche nach einem Verlag, der sich eventuell meiner Werke annehmen könnte, dass ich viel zu wenig zum Schreiben komme.

Ein Agent, der mir diese Arbeit abnimmt, und wahrscheinlich viel eher Erfolg damit hat, wäre schon was Tolles.
Wenn ich mir aber z.B. Roy's thread zu Gemüte führe, vergehen mir meine Ambitionen zur Agentensuche gleich wieder. Wahrscheinlich ist die Suche ohnehin ebenso mühsam wie jene nach einem Verlag. Mit dem Unterschied, dass ein guter Agent sich dann auch um meine weiteren MS kümmerte, und mich von dieser Seite entlastet.
Ein Dienst, der durchaus seine 15-20% Provision wert wäre. Wenn er gut gemacht wird. Und da sind wir wieder am Beginn des Kreises: wie findet man einen Agenten, der kein schwarzes Schaf ist, und sich eines Neulings annimmt? ???
Hm.
Da ich ein elendig schlechter Glücksspieler bin (Freunde vergleichen mich gerne mit Donald Duck), ist wohl der dornige Weg der Verlagssuche OHNE einen Agenten jener, den ich gehen muss.
Zitat: Wichtig ist außerdem: Agenten suchen keine Eintagsfliegen. Sie wollen Persönlichkeiten, keine Einzelprojekte... also Autoren, die regelmäßig und professionell arbeiten wollen. Wer nur mal ab und zu ein Buch nach Gusto schreibt und dafür Jahre braucht, kommt alleine besser zurecht.
Mein Fernziel ist, eines Tages vom Schreiben leben zu können. Ein sehr ehrgeiziges Ziel, ich weiß, aber eines, das sich zu verfolgen lohnt.
Zitat: Übrigens: Mit Agent muss man sich genauso hocharbeiten im Verlagsleben wie ohne. Und hat vor jedem Vertrag das neue Risiko - eine Verkaufsgarantie gibt es nicht. Wohl aber einen, der einem knallhart sagen kann, was gar nicht läuft.
Das ist mir klar. Ein Grund, warum ich das Forum hier so schätze. Hier bekomme ich unverblümte Reaktionen auf meine Texte, was mir sehr hilft, sie besser zu machen.
Meine Damen, ich danke Euch vielmals für Euer Feedback.
Was habe ich daraus gelernt?
Ich werde weiterhin Verlage anschreiben, und nebenbei meine Augen und Ohren offenhalten, ob sich nicht eine Gelegenheit bietet, einen Agenten zu finden. Sprich: jemand, den ich kenne, kennt jemanden, der wieder jemanden kennt, und der kennt einen, der von einem Agenten weiß, der kein schwarzes Schaf ist, und gerne einem Newbie Starthilfe gibt.
Oder sollte ich doch wieder Lotto spielen?
Ciao,
Ed