Fairlag - Aktionsbündnis für faire Verlage Montségur Autorenforum
                       
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Welche Verlage kann ich jetzt noch ansprechen? (Gelesen: 1930 mal)
Ed
Platin Mitglied
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Beiträge: 559
Welche Verlage kann ich jetzt noch ansprechen?
17.06.05 um 00:11
 
Liebe Leute !
 
Ein fröhliches „Hallo !“ allerseits !  
 
Mein Name ist ED, ich bin neu hier, und darf mich darum zuallererst mal kurz vorstellen.
 
Nachdem ich von Kindesbeinen an immer gerne gelesen und auch das eine oder andere Mal etwas geschrieben hatte, machte ich aus der Not meines Jobverlusts 2004 eine Tugend, und versuche seither, als Kinder- und Jugendbuchautor Fuß zu fassen.
 
Eine Schreibwerkstatt oder ähnliche Ausbildungen kommen aus finanziellen Gründen für mich nicht in Frage, weshalb ich mich mittels entsprechender Literatur und dem Internet fortzubilden versuche.  
 
Bei meiner Recherche bin ich unter anderem auf das AUTORENFORUM gestoßen, und habe mich in den letzten zwei Wochen bemüht, mich einigermaßen hineinzulesen und upzudaten. Der Aufbau und die bunte Mischung der Leutchen hier gefällt mir, weshalb ich mich jetzt dazugesellen möchte.
 
Natürlich habe ich als Anfänger eine Menge Fragen, hoffe aber auch, mich durch die eine oder andere (teils schmerzhafte) Erfahrung hier einbringen zu können.  
 
Ich habe schon einige interessante Informationen aus dem Forum, allerdings gibt es für mich -wie wahrscheinlich viele Anfänger- ganz spezifische Fragen.
 
Seit knapp einem Jahr versuche ich, meine ersten Werke an den Verlag zu bringen. Außer einem Stapel Absagen ist dabei noch nicht viel herausgekommen, mein Highlight war die Aufnahme einer Arbeitsprobe in die Homepage ROMANSUCHE.DE. Ein winziger Schritt, ich weiß, aber immerhin ein Schritt.
 
Die Liste meiner Absagen liest sich wie das WHO IS WHO der deutschsprachigen Verlagsszene. Meine Kandidaten sind z.B. Ueberreuter, Schneider, Thienemann, Carlsen, Dachs, Loewe, die Oetinger-Gruppe, Ravensburger, CBJ, Beltz, Jungbrunnen, Hanser…… eigentlich die meisten großen Verlage, quer durch den Gemüsegarten.  
 
Warum die großen Verlage ? Die haben eine Homepage, auf der man sich schneller ein Bild über das Programm machen kann, als wenn man tagelang in Büchereien herumstöbert. Da ich keine kleinen Verlage kenne, versuche ich mich von oben hinabzuarbeiten, und hoffe, hier im Forum vielleicht entsprechende Tipps zu kriegen, die mir weiterhelfen.
 
Ich habe einen Katzenkrimi und ein Fantasymärchen versandfertig in der Schublade, nur gehen mir langsam die Verlage dafür aus.  
 
Meine Frage an Euch, die Ihr schon länger im Geschäft seid, und entsprechende Erfahrungen aufweisen könnt: hat irgendjemand eine Idee, welchen Verlag ich noch beglücken könnte ?  
 
Ich weiß schon, am besten die Verlage durchtelefonieren, und daraus seine Informationen beziehen. Habe ich auch schon versucht, wurde aber immer wieder abgewimmelt (habe ich so eine furchterbare Stimme ?). Meine Verlagsverzeichnisse geben leider keinen Aufschluss darüber, welche Programmschiene diverse Verlage gerade fahren.  
 
Darum wende ich mich mal hilfesuchend an Euch, und denke, dass ich nicht der einzige bin, der neugierig auf Infos hofft.  
 
Danke schon im Voraus, liebe Grüße an alle
 
ED
 
Titel in Frage umformuliert - THOT
« Zuletzt geändert: 17.06.05 um 16:17 von Thot »

"Es gibt immer einen Weg" - Mr. Spock

Ich habe noch keine Website, aber eine Veröffentlichung:
ERIC, DER SPÄTZÜNDER
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Quidam
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Beiträge: 3407
Re: Die Suche nach dem heiligen Gral ?
Antworten #1 - 17.06.05 um 00:27
 
Hallo Ed,
 
erst einmal herzlich Willkommen hier auf Montsegur.
 
Ein grundsätzlicher Eindruck:  
Du behauptest, ein Anfänger zu sein und zählst die Verlage auf, die dir schon abgesagt haben.  
Warum - frage ich mich - willst du dich dann nicht erst schreibtechnisch weiter entwickeln, bevor du weiterhin  an Verlagen herantrittst? Umsonst haben dir die Verlage nicht abgesagt ...  
 
Wenn man mit dem Schreiben anfängt, träumt man davon, dass man ja gleich bei einem großen Verlag unterkommt - das kann ich gut verstehen. Allerdings ist es so, dass man bis dahin erst einen weiten Weg zurück legen muss.  
 
Welcher Text ist es denn, bei der Romansuche? Im Übrigen wurde mir hier schon gesagt, dass man sich darauf nicht viel einzubilden braucht ... Musst dir die entsprechenden Thread hier nur raussuchen.. Zwinkernd
 
Grüße
Quidam
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Peter D. Lancester
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Beiträge: 6692
Re: Die Suche nach dem heiligen Gral ?
Antworten #2 - 17.06.05 um 00:34
 
Hallo und herzlich willkommen!
 
Präventiv will ich anmerken, daß ich weder einen Katzenkrimi noch ein Fantasymärchen verlegen werde. Zwinkernd
 
Ansonsten ist es so, wie Quidam sagte: Aller Wahrscheinlichkeit nach ist dein Manuskript nicht gut genug. NOCH nicht gut genug, sagt der Optimist.
 
Warum wir das sagen, ohne auch nur ein Wort von deinen Texten zu kennen?
Weil es praktisch IMMER so ist. Seit hunderten von Fallbeispielen.
Kannst ja mal was unter Textkritiken einstellen, da werden Sie geholfen. Zwinkernd
 
Peter

Streiten Sie nie in der Öffentlichkeit mit einem Idioten! Außenstehende erkennen nicht, wer von Ihnen der Idiot ist.
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Joy
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Beiträge: 4330
Re: Die Suche nach dem heiligen Gral ?
Antworten #3 - 17.06.05 um 02:04
 
Hallo Ed, herzlich willkommen!
 
Ja, lass uns doch mal reinschnuppern, in deine Texte. Grinsend
 
Liebe Grüße
Joy, die 10 Jahre brauchte um einen Verlag zu finden, also nicht den Biss verlieren. Zwinkernd
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Jan




Re: Welche Verlage kann ich jetzt noch ansprechen?
Antworten #4 - 17.06.05 um 19:26
 
Hallo, Ed!
 
Willkommen hier im Forum. Ich kann zwar jetzt nicht eine Liste von passenden Verlagen aus dem Ärmel schütteln, aber ich will mal versuchen, Deine Frage zu beantworten - und auf ein paar andere Punkte eingehen.
 
Zitat:
...weshalb ich mich mittels entsprechender Literatur und dem Internet fortzubilden versuche.
Das beste Rezept ist: lesen, lesen, lesen und schreiben, schreiben, schreiben - nicht immer gleich mit Blick auf veröffentlichen, sondern auch mal nur so zur Übung.
 
Zitat:
Natürlich habe ich als Anfänger eine Menge Fragen
Frag nur ungeniert - hier findet sich immer jemand, der Bescheid weiß und gern antwortet.
 
Zitat:
Ich weiß schon, am besten die Verlage durchtelefonieren, und daraus seine Informationen beziehen. Habe ich auch schon versucht, wurde aber immer wieder abgewimmelt (habe ich so eine furchterbare Stimme ?)
Nee, hast Du bestimmt nicht Grinsend
Ich weiß, dieser Rat wird gern erteilt - ich persönlich halte nichts davon. In den allermeisten Fällen kriegst Du gar keinen Lektor an die Strippe, sondern bloß die genervte Sekretärin, die jeden Tag unzählige solcher Anrufe bekommt.... und entsprechend abwimmelt.  
 
Es bleibt Dir also zum einen der Weg, es über eine Agentur zu probieren (zu diesem Thema gibt es hier einige threads mit ausführlichen Informationen) - oder zum anderen, Du schickst Deine Manuskripte an geeignete Verlage (mit einem gutformulierten Anschreiben, das ist ganz wichtig!)... und hoffst.
 
Geeignete Verlage findest Du, indem Du in großen Buchhandlungen oder auch im Internet (Stichwortsuche bei amazon oder google) schaust, welche Verlage ähnliche Bücher im Programm haben.
Es hat natürlich keinen Sinn, einem Verlag, der nur Pferdebücher für Mädchen rausbringt, Deinen Katzenkrimi zu schicken Zwinkernd
 
Du mußt also einfach ein bißchen recherchieren - vielleicht auch unter dem Stichwort Kleinverlag...
 
Aber jetzt muß ich Quidam und Peter widersprechen - die bisherigen Absagen müssen nicht unbedingt etwas mit der Qualität deiner Manuskripte zu tun haben.
 
Gerade im Bereich Fantasy (für Kinder) ist es momentan extrem schwer, ein Manuskript an den Mann (den Verlag) zu bringen.
Du kannst Dir denken, seit dem Potterboom sind viele auf diesen Zug aufgesprungen - und die Verlage wurden und werden derart damit eingedeckt, daß sie jetzt nur noch dankend abwinken.
 
Mehr Chancen hättest Du momentan vermutlich mit dem Katzenkrimi - wobei ich natürlich an Felidae denken mußte... aber Du schreibst ja für Kinder und Jugendliche, oder?
Krimis für Kinder laufen eigentlich immer gut - allerdings sind viele Verlage eher an Serienkonzepten interessiert.
 
Aber laß Dich nicht entmutigen - Absagen sind das tägliche Brot; mach Dich kundig, welche Verlage in Frage kämen ... und ein selbstkritischer Blick aufs eigene Manuskript kann natürlich auch nie schaden.  
 
Gruß
Jan  
 
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Ursula
Platin Mitglied
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Beiträge: 977
Re: Welche Verlage kann ich jetzt noch ansprechen?
Antworten #5 - 17.06.05 um 19:57
 
Hallo Ed!
 
Beim Thema Kinder- und Jugendbuch fühle ich mich sofort dazu veranlasst zu senfen Zwinkernd
Also: Ich unterstelle Dir das jetzt NICHT - aber viele Autoren gehen davon aus, dass es leichter ist für Kinder zu schreiben als für Erwachsene und schießen sich auf diesen Bereich ein. Dieser Schuss geht gern nach hinten los. Denn Tatsache ist: man muss sich da wie dort Originelles einfallen lassen. Die Kinderbuch-Lektoren leiden wie Hunde darunter, dass sie ständig Manuskripte zugeschickt kriegen, die die schriftliche Form der Gute-Nacht-Geschichten für die eigenen Kids sind. Wenn es denen gefällt, schließen Papa und Mama messerscharf, warum dann nicht auch 10.000 anderen Kindern?
Dann gibt es die immer wiederkehrenden Themen, die ebenfalls allergische Reaktionen bei Herr und Frau Lektor hervorrufen: Abgelehnter Aussenseiter (vorzugsweise ein putziges Tierchen) beweist sich und ist schließlich der Held der gesamten Ameisen-, Bären-, Schnecken-, oder Goldfischkolonie (die Spezies sind nach Belieben austauschbar Zwinkernd)
 
Nein, all das werfe ich Dir natürlich nicht vor - ich kenne Deine Texte nicht und auch nicht Deine Themen. Ich werfe nur mal so Ideen in den Raum und gebe das weiter, was ich von meiner Lektorin höre.  
Gesucht wird: Witziges und Eigenständiges, eine Sprache, die weder anbiedernd, noch verstaubt oder betont cool ist. Texte, die die Kinder ernst nehmen und nicht von oben herab beschulmeistern, die außerdem spannend und/oder amüsant sind und einen eigenen Stil haben. That's it.
 
Aber stell doch mal einen Text in die Textproben rein (oder hast Du das schon? Ich muss mal nachsehen), dann kann ich Dir sicher Konkreteres sagen.  
 
Und dann wollte ich noch ein "Herzlich Willkommen" loswerden Grinsend
 
Ach, und Jan:
Zitat:
im Bereich Fantasy (für Kinder) ist es momentan extrem schwer, ein Manuskript an den Mann (den Verlag) zu bringen.
Du kannst Dir denken, seit dem Potterboom sind viele auf diesen Zug aufgesprungen - und die Verlage wurden und werden derart damit eingedeckt, daß sie jetzt nur noch dankend abwinken.

 
Vielen Dank, damit hast Du mich jetzt echt deprimiert s7 Obwohl ich natürlich fest davon überzeugt bin, dass die Phantastik sich gerade im Kinder- und Jugendbuchbereich noch Ewigkeiten halten wird ... und mir bewusst ist, dass alles, was ich oben für Kinderbücher angeführt habe, dort doppelt und dreifach gilt.
 
Liebe Grüße
Ursula
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Ed
Platin Mitglied
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Beiträge: 559
Re: Welche Verlage kann ich jetzt noch ansprechen?
Antworten #6 - 17.06.05 um 22:17
 
Guten Abend und Dankeschön für die nette Aufnahme und die ersten Tipps !
 
Ich werde Euch mal kurz antworten.
 
@ quidam:
 
Dass ich bei den bekannten, großen Verlagen zu suchen begonnen habe, liegt am Internet. Die meisten haben Homepages, auf denen man ins Programm reinschnuppern kann. Das geht schneller als in Buchhandlungen zu stöbern, in denen man von den Verkäufern schief angeschaut wird, weil man nichts kauft.  
 
Ich möchte mich permanent weiterentwickeln, schreibtechnisch genauso wie im Umgang mit Verlagen. Ich habe so auch schon ein bißchen was mitbekommen. Schwierig ist für mich vor allem, kleinere Verlage zu finden, die nicht mit Manuskripten zugebombt werden. Denn die haben ja aus budgetären Gründen noch weniger Lektoren, die sich da durchkämpfen müssen.  
 
Bin aber für jeden Ratschlag dankbar.
 
 
@ Peter D.
 
Ich schreibe leider (noch) keine SF, bin allerdings mit Perry Rhodan & Co. aufgewachsen. Aber irgendwann, wenn ich mal halbwegs was drauf habe, werde ich mich auch an dieses Thema wagen. Dann kriegst Du was zum Austoben, weil's ja eher Dein Metier ist als Kinderbücher.  
 
 
@ Joy
 
Den Biss werde ich nicht so schnell verlieren. Ich habe 10 Jahre lang in einem Job gearbeitet, den ich gehasst habe. Danach 13 Jahre in einem, den ich nur im ersten Jahr gemocht habe (im Verkauf, Insider wissen, was das bedeutet....).  
 
Nun mache ich zum ersten Mal im Leben beruflich etwas, das mir Spaß macht. Das führe ich so lange fort, wie nur möglich........
 
 
@ Jan
 
Lesen und schreiben, wie Du sagst, ist genau das, was ich in seit einem Jahr jede freie Minute mache. Das hilft mir auch viel, wie ich sehe, wenn ich meine ersten Texte mit den aktuellen vergleiche.
 
Ich habe eine negative Affinität zum Telefonieren, habe es eigentlich nach ein paar erfolglosen Versuchen bei diversen Verlagen wieder aufgegeben. Auch der Versuch per E-Mail ist fehlgeschlagen. Eine Antwort auf 10 Mails ist recht dürftig.  
 
Mein Katzenkrimi ist eigentlich so konzipiert, dass er bei Gelingen zur Serie ausgebaut werden kann. Eigentlich ist das sogar mein geheimer Herzenswunsch.
 
Agenturen ? Brrrr.... diffiziles Thema. Da weiß ich bis heute nicht, wie man eine seriöse findet.
 
 
@ Ursula
 
Der Grund, warum ich mit Kinder- und Jugendbüchern begonnen habe ist nicht, weil ich glaube, dass diese Klientel leichter zu bedienen ist. Ich wusste, dass das Gegenteil der Fall ist. Aber grundsätzlich soll man ja in erster Linie schreiben, was man gerne hat, tut oder macht.
 
Ich liebe Katzen. Meine ganze Familie ist tierverrückt. Was lag näher, als über Katzen zu schreiben ? Und dass dieses Thema vor allem Kinder anspricht, liegt ja auf der Hand. Obwohl..... meinen Katzenkrimi sollten ja im Optimalfall auch deren Eltern lesen......
 
Meine Tierchen im Roman sind übrigens nicht putzig.  Teilweise witzig, gerissen, hinterlistig, treu, egoistisch...... kurz gesagt tragen sie auch durchaus menschliche Züge. Aber sie bleiben trotzdem Tiere, die man gernhaben kann.
 
----------------------------------------
 
So, und zum Abschluss des heutigen Abends für Euch alle, die wissen möchten, womit sie es zu tun haben, wenn sie meinen Namen lesen:
 
Ich habe eine Textprobe eingestellt. Zum Lesen, analysieren, zerreissen, was auch immer Ihr damit anzustellen gedenkt. Vielleicht gefällt sie dem einen oder anderen sogar ein bisschen.  
 
Bin schon gespannt auf Eure Reaktionen (zitter.....)
 
Ciao Euch allen,
                            ED    
 

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Re: Welche Verlage kann ich jetzt noch ansprechen?
Antworten #7 - 18.06.05 um 11:44
 

Hallo Ed!
 
Auch von mir als Neuling ein Hallo an dich als Neuling!
 
Zwecks deiner Suche nach Kleinverlagen: Ich habe noch nix veröffentlicht, ich habe keine Ahnung von Jugendbüchern, ich habe mir für meine Werke noch nie kleine Verlage herausgesucht. Entscheide also selbst, wie nützlich ich dir sein kann.  s1
 
Dennoch würde ich dir folgenden Tipp geben: Ich habe im Studium viele ehemalige Buchhändlerinnen und bin immer wieder erstaunt, was die alles wissen.
Es gibt in Büchereien vielleicht nicht aus jedem Verlag, der Jugendbücher verlegt auch ein Buch im Regal, aber Buchhändlerinnen kennen fast alle Verlage. Auch die kleinen. Und sie haben meist große, dicke Kataloge, in denen die Verlage samt Programm drinstehen.
Mein Tipp daher: renn in die nächste Bücherhandlung, suche dir eine Dame, die noch Spaß an der Arbeit hat und vestrick sie in ein Gespräch. Erklär ihr dein Anliegen, und mit etwas Glück hast du dann eine echte Expertin vor dir, die dir eine laaaange Liste mit Verlagsadressen geben kann.
 
Und vielleicht kannst du ja dann auch noch ein Buch kaufen!  Zwinkernd
 
Gruß, Marco.
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Jan




Re: Welche Verlage kann ich jetzt noch ansprechen?
Antworten #8 - 18.06.05 um 12:22
 
Lieber Ed,
 
bei kleineren Verlagen sieht es mit der Manuskriptschwemme nicht anders aus als bei großen - und für Anfragen per E-mail gilt, was ich schon zum Thema Telefonieren schrieb.
 
Zitat:
Agenturen ? Brrrr.... diffiziles Thema. Da weiß ich bis heute nicht, wie man eine seriöse findet.
Jede Menge Informationen findest Du in der Rubrik "Verlagssuche", und wenn Du eine gezielte Frage hast, frag einfach oder eröffne einen neuen thread in der passenden Rubrik.
 
Gruß
Jan
 
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Ed
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Beiträge: 559
Re: Welche Verlage kann ich jetzt noch ansprechen?
Antworten #9 - 18.06.05 um 12:24
 
Hallo Marco !
 
Gruß von Neuling an Neuling !
 
Danke für den Tipp !
 
In der Buchhandlung war ich schon, da konnte man mir außer mit einem allgemeinen Verlagsverzeichnis nicht weiterhelfen.
 
Ich habe in meiner Bibliothek ein Verlagsverzeichnis, Autorenhandbuch und diverse "So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript"-Bücher. An den Verlagsadressen selbst mangelt es also nicht. Nur ist darin höchstens ein allgemeiner Hinweis drin, "Fantasy", "Krimi" etc.  
 
Leider steht da nicht drin, ob ein Verlag auch ein Herz für neue Autoren hat Smiley  Außer die DKZV's, die haben natürlich gerade für Neulinge ein groooooßes Herz ! SmileySmileySmiley
 
Folglich wird die Suche nach dem heiligen Gral weitergehen........
 
Aber ich bin ja ein geduldiger Mensch......
 
Ciao,
            ED
 
 
 

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Re: Welche Verlage kann ich jetzt noch ansprechen?
Antworten #10 - 18.06.05 um 12:34
 

Hallo Ed
 
Zitat von Ed   am 18.06.05 um 12:24:
Außer die DKZV's, die haben natürlich gerade für Neulinge ein groooooßes Herz ! SmileySmileySmiley

 
Ja - für Neulinge mit einem groooooßen geldbeutel!  Zwinkernd Zwinkernd
 
 
Zitat von Ed   am 18.06.05 um 12:24:
An den Verlagsadressen selbst mangelt es also nicht. Nur ist darin höchstens ein allgemeiner Hinweis drin, "Fantasy", "Krimi" etc.

 
Hmm... Schwierig. Ich gehe davon aus, dass du alle Verlagsnamen und Adressen schon gegooglet hast. Könnte mir vorstellen, dass viele Kleinverlage einen Internetauftritt haben. Was ich persönlich als nächstes machen würde: Anrufen, bzw. anschreiben, und mir ein Verlagsprogramm schicken lassen.
Da steht zwar auch nichts über ihr Herz für neue Autoren drin, aber...  Lächelnd
 
Sollten sie dir kein Verlagsprogramm schicken wollen - nochmal zurück in die Bücherhandlung. Die müssten eines haben. Soviel ich über den Literaturbetrieb weiß (Andere Forumsmitglieder mögen mich hier gerne korrigieren) werfen die seriösen Verlage ihre Programme immer in die Briefkästen der Bücherhändler.
 
Wobei ich mir vorstellen könnte, dass Buchhändler mittlerweile auch schon überstrapazierte Infobeschaffer sind. Hmm... einfach freundlich nerven und immer viele teure Bücher kaufen!  s3
 
Gruß, Marco
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Ed
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Re: Welche Verlage kann ich jetzt noch ansprechen?
Antworten #11 - 18.06.05 um 13:02
 
Hi Marco !
 
Tja, das mit dem Anrufen ist so eine Sache. Grundsätzlich telefoniere ich nicht gerne, habe auch schon ein paar Verlage per Telefon oder E-Mail kontaktiert, kam aber nie zu einem Lektor durch.  
 
Aber mal sehen, vielleicht versuche ich es nach dem Sommer wieder, wenn alle Verlagsangestellten erholt aus dem Urlaub zurückgekehrt sind........
 
....... und sich reihenweise krank schreiben lassen, ob der Stapel unverlangt eingesandter Manuskripte    Grinsend
 
Ciao,
        ED

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Re: Welche Verlage kann ich jetzt noch ansprechen?
Antworten #12 - 18.06.05 um 13:08
 

 
Hallo Ed.
 
Ich meinte ja auch nicht, dass du zum Lektor gehen sollst, sondern gerade zur Auskunftsstelle. Oder zur Not zur Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, falls der Verlag groß genug dafür ist. Die haben eigentlich immer Material über den Verlag und sein Programm. Das kannst du dir bestimmt zuschicken lassen.
 
Gruß, Marco
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Ed
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Beiträge: 559
Re: Welche Verlage kann ich jetzt noch ansprechen?
Antworten #13 - 18.06.05 um 16:38
 
Danke, Marco!
 
Ciao,
        ED
 

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Re: Welche Verlage kann ich jetzt noch ansprechen?
Antworten #14 - 19.06.05 um 15:02
 
Hallo Ed, hallo Leute,
ich mach heute mal kurz Urlaub vom Urlaub (und willkommen an alle Neuen), weil ich hier was beitragen kann.
Zitat von Ed   am 17.06.05 um 00:11:
Die Liste meiner Absagen liest sich wie das WHO IS WHO der deutschsprachigen Verlagsszene. Meine Kandidaten sind z.B. Ueberreuter, Schneider, Thienemann, Carlsen, Dachs, Loewe, die Oetinger-Gruppe, Ravensburger, CBJ, Beltz, Jungbrunnen, Hanser…… eigentlich die meisten großen Verlage, quer durch den Gemüsegarten.

Hanser sagt mir zufällig was Zwinkernd und deshalb will ich mal grundsätzlich kommentieren, warum es bei solchen Verlagen so gern zu Absagen kommt und warum vor allem Newcomer hier scheitern.
 
Hanser gehört zur Crème de la Crème deutscher Verlage, ist zudem ein literarischer Verlag... mit entsprechend hohem Anspruch. Dort ein Buch zu platzieren, ist schon ein Grund, Champagner statt Sekt zu trinken. Ein Jugendbuch dort zu platzieren, ist eine ganz hohe Auszeichnung.
 
Wie funktioniert das in so einem Verlag?
Obwohl Hanser natürlich auch in zugesandte Manuskripte schaut, kaufen solche Verlage mit Vorliebe und zum Großteil nur noch über Agenten ein. Weil die genau vorsondieren. Sich in so einem Verlag ohne Agent zu präsentieren, schmälert statistisch die Chancen.
 
Kommt hinzu, dass z.B. Hanser ganz stark auf absolute Professionalität schaut. Und die Kinder- und Jugendmanuskripte sollten schon das Niveau eines Jostein Gaarder haben... um mal eine bekannte Figur zu zitieren (und damit meine ich nicht nur Sophies Welt!)
 
Dann noch etwas: Man kann es sich leisten, genau auszuwählen. Und so wird selbst mit denen, die man nimmt, hinter den Kulissen noch sehr hart gearbeitet, damit das Buch auch passgenau ins Programm passt.
 
Deshalb: Warum sich als Anfänger unbedingt frustrieren, indem man ganz oben anfängt? Und zwar so weit oben, wie es nur Ausnahmetalente mit dem ersten Buch schaffen? Die Formabsage ist so programmiert.
 
Verlage wie Hanser, aber auch die ganz großen Publikumsverlage, haben ganz spezifische, besondere Ansprüche. Die kann man als Newcomer selten erfüllen, vor allem muss man einen Blick, ein Händchen dafür haben. Kommt dazu, dass solche Verlage auch am liebsten Autoren einkaufen, die bereits einen kleinen Namen haben oder in Sachen Karriere für später vielversprechend klingen (also seltener mit Erstling).
 
Um sich erst mal einen Namen zu schaffen, ist es sinnvoller, sich einen Verlag zu suchen, bei dem das auch annähernd möglich ist. Bei den ganz großen geht man schnell hopps zwischen den ganz großen Namen...
 
Mein Rat aus eigener Erfahrung (ich habe mich über sieben Jahre langsam "hochgedient"): Nehmt solche Absagen von "Superverlagen" nicht als grundsätzliche Ablehnung. Meist liegt es hier wirklich nur an den besonderen Ansprüchen der Verlage. Schaut euch Verlage aus, die eurem Schreiben eher entsprechen und scheut euch nicht, auch mal weiter unten zu veröffentlichen. Ein kleiner oder mittlerer Verlag kann einen Newcomer manchmal viel besser betreuen!
 
Ich habe z.B. mit mittleren Verlagen begonnen, die für ihre unbekannten Autoren im Pool sehr viel mehr Finanzen übrig hatten. Im Riesenverlag tobt immer ein Kampf um Gelder, die an die ersten Plätze vergeben werden.
 
Ansonsten: Die Verlagsprogramme studieren, die Buchhändler bekommen. Genau zwischen den Zeilen lesen, auch in den Werbetexten, was da besonders verkauft und beworben wird, welche Art Bücher geschrieben werden etc. Buchhändler sind immer die beste Adresse, Webseiten reichen nicht.
 
Viel Glück und schöne Grüße,
Petra
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